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TU Berlin

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Vertriebene Wissenschaft

Forschungsprojekt sucht Informationen über Unrecht in der NS-Zeit

Glücklich nach erfolgter Promotion: Dimitri Stein und seine Frau Sophie
Lupe

„Nach New York zurückgekehrt, klingen die wunderbaren Ereignisse an der TU Berlin noch täglich nach“, sinniert Dr.-Ing. Dimitri Stein. 65 Jahre, nachdem ihm die Promotion in der TH Charlottenburg 1943 verweigert wurde, durfte er seine Dissertation im November 2008 an der TU Berlin verteidigen. Dieses dramatische Ereignis war Mitte Februar 2009 Anlass für den Start des Forschungsprojekts „Vertriebene Wissenschaft an der Technischen Hochschule zu Berlin 1933 bis 1945“ am Zentrum für Antisemitismusforschung. Es wird im Auftrag und mit Förderung des Präsidenten der TU Berlin durchgeführt. Ein Ziel des Forschungsprojekts ist es, weitere Wissenschaftler zu suchen, die aus „rassischen“ oder politischen Gründen von der TH Berlin vertrieben wurden, denen der Doktorgrad verweigert oder entzogen wurde.

Am 30. Januar 1933 begann mit der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte. Der Prozess der politischen und ideologischen Gleichschaltung erfasste auch die deutschen Universitäten und Hochschulen. Der nationalsozialistische Gedanke hielt auch in der Technischen Hochschule zu Berlin, der Vorgängereinrichtung der TU Berlin, Einzug. „Nichtarisches“ Personal einschließlich Professoren musste die TH Berlin verlassen. Die meisten Betroffenen emigrierten nach 1933 ins Ausland. Einer von ihnen war auch Dimitri Stein. Vielleicht aber bleibt Dimitri Stein nicht der Einzige, dessen Verfahren nach so langer Zeit wieder aufgenommen wurde. Andere wiederum könnten posthum geehrt werden, um ihnen die Würde und Anerkennung zuteil werden zu lassen, die ihnen während des Nationalsozialismus verwehrt blieben. Noch besteht eine geringe Chance, den einen oder anderen, dem dieses Unrecht widerfahren ist, ausfindig zu machen. Da der überwiegende Teil des Hochschularchivs im Krieg verloren ging, ist die Leiterin des Projektes, Dr. Carina Baganz, auf Mithilfe angewiesen. Betroffene, deren Angehörige oder Bekannte mögen sich bitte melden. Tel.: 314-7 98 74,

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