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TU Berlin

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Mutige Ideen aus Japan

Brücken und Kuppelbauten im von Erdbeben am meisten gefährdeten Gebiet der Welt

Weltkulturerbe Burg Himeji von 1346
Lupe

„Die große handwerkliche Qualität historischer japanischer Baukunst spiegelt sich in der hochwertigen Bauausführung moderner Konstruktionen“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Mike Schlaich, Brückenbauexperte und Leiter des TU-Fachgebiets „Entwerfen und Konstruieren – Massivbau“. Um den Studierenden Gelegenheit zu geben, die aktuelle, ganzheitliche, historisch gewachsene japanische Baukunst intensiv zu studieren und sogar mit japanischen Ingenieuren, Professoren und Studierenden zu diskutieren, organisierte er mit seinem Team eine zehntägige Exkursion, an der 17 Berliner Bauingenieurwesen-Studierende teilnahmen. Sie sollten in diesen besonderen kulturellen Raum eintauchen, um die Eigenständigkeit japanischer Baukunst wahrzunehmen, und ihre eigenen Sichtweisen zum Verhältnis von Form und Konstruktion zu erweitern. Hier war das Geld der „Freunde“, die die Reise finanziell großzügig unterstützten, im Sinne von Nachwuchsförderung sicher gut angelegt. Denn dicht gepackt waren Besichtigungs-, Vortrags- und Diskussionsprogramm. Eine der ersten Stationen war Tokio. „Nirgendwo sonst“, so Schlaich, „werden innovative Lösungen ähnlich radikal umgesetzt, wird unbefangen experimentiert und werden Konstruktionen so sehr auf das absolut Notwendige reduziert.“ Zudem stellten die beengten räumlichen Verhältnisse im dicht besiedelten Raum Tokio eine besondere planerische Herausforderung dar. Die geografische Lage Japans am Zusammentreffen gleich dreier tektonischer Platten – der eurasischen, der philippinischen und der pazifischen – habe es zu einem der gefährdetsten Erdbebengebiete der Welt gemacht, was die japanischen Ingenieure zur Entwicklung gänzlich neuer Ingenieuransätze insbesondere in der Schwingungsdämpfung gebracht habe. Zahlreiche Konzepte für Brücken und Hochhäuser wurden unter anderem von Prof. Fujino von der Tokyo University entwickelt. Die Studierenden hatten nun Gelegenheit, von ihm aus erster Hand diese theoretischen Konzepte kennenzulernen sowie unter seiner Führung deren konstruktive Umsetzung zu studieren.

Doch nicht nur Brücken standen auf dem Programm. Historische Bauten wie die St. Mary’s Cathedral in Tokio aus den Sechzigerjahren oder die mittelalterliche Burg Himeji in der Präfektur Hyogo, gewagte moderne Hängedachkonstruktionen, das Glashaus des Architekten Ken Yokogawa, das 1998 den japanischen Architekturpreis gewann, oder ein unterirdischer Museumskomplex hinterließen bleibende Eindrücke bei den Studierenden, die übrigens einen Teil der Tour auch mit dem Fahrrad erradelten. „Neben den Bauwerken hat uns aber auch besonders beeindruckt, wie unglaublich freundlich und zuvorkommend wir überall aufgenommen wurden“, erklärt am Ende der Tour TU-Bauingenieurin Dr. Annette Bögle, die die Tour begleitete und wesentlich mit organisierte.

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