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TU Berlin

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Geschichte der Freundesgesellschaft

Seit 90 Jahren gehört sie dazu

Lupe

Die Hochschulgesellschaft der Technischen Hochschule Berlin wurde auf Veranlassung des damaligen Rektors Prof. Dr. Rudolf Rothe gegründet. Am 22. Juni 1922 fand die erste Mitgliederversammlung statt, und im August 1922 zählte die Gesellschaft bereits 332 Mitglieder. Sie besaß ein Vermögen von fast 5 Millionen Mark, jedoch Papiermark, wie im Jahresbericht bedauerlich festgestellt wurde.

Am 29.10.1923 wurde Prof. Friedrich Romberg Geschäftsführer der Gesellschaft. Er wollte vor allen Dingen das durch die Inflation fast ganz zusammengeschmolzene Gesellschaftsvermögen sanieren und beschloss u.a., dass kein Geld für Zwecke bewilligt wird, die zu den Obliegenheiten von Staat und Reich gehörten.

Finanziell besonders schlecht ging es der Gesellschaft 1924 auf dem Höhepunkt der Inflation, in diesem Jahr befanden sich nur noch 70 kg Kupfer in der Vereinskasse! Ganz langsam verbesserte sich die Lage, und erst 1929 konnten wissenschaftliche Zwecke wieder durch die Gesellschaft gefördert werden. Man unterstützte Forschungsvorhaben und in Not geratene Studenten, Vorträge wurden organisiert, und es wurde die Zeitschrift „Die Technische Hochschule“ herausgegeben.

Wissenschaft im Dienst des Krieges


Die Gesellschaft von Freunden ist und war niemals eine politische Vereinigung, es gibt jedoch genug Vorträge, die in den Jahresberichten zwischen 1933 und 1942 abgedruckt sind, in denen der allgemeine Tenor, der zu dieser Zeit an der TH Berlin herrschte, zu erkennen ist: Die Wissenschaft im Dienst des Krieges. Hier unterscheiden sich die Gesellschaft und ihre Mitglieder nicht von der Hochschule, in der sie und für die sie aktiv waren.

Ab dem 1. Mai 1943 wurde es Vereinen mit nicht örtlich begrenztem Mitgliederkreis untersagt, Mitgliederversammlungen abzuhalten. Dies traf auch die Gesellschaft von Freunden der TH Berlin, und es fanden ab dieser Zeit keine Mitgliederversammlungen mehr statt. Die Gesellschaft blieb jedoch als Verein weiterhin bestehen und zählte Ende 1944 immerhin noch 784 Mitglieder, und auch Spenden konnten noch eingenommen werden. Vorträge fanden jedoch seit 1943 nicht mehr statt, und 1945 wurde die Gesellschaft gemeinsam mit „ihrer“ Universität aufgelöst.

Neubeginn nach dem 2. Weltkrieg

Die zweite Gründung der Gesellschaft von Freunden der TU Berlin wurde wiederum vollzogen, als die Wissenschaft durch einen Krieg „in Not geraten“ war. Aus der alten Technischen Hochschule entstand 1946 die Technische Universität Berlin, und im Mai 1949 wurde die neue Gesellschaft von Freunden an dieser Universität gegründet. Nach langem Behördenkampf wurde die „neue“ Gesellschaft am 19. Dezember 1949 als unpolitische Organisation vom Magistrat von Groß-Berlin zugelassen. Bedenkt man die angespannte wirtschaftliche Situation dieser Zeit, ist es beachtenswert, dass bis Mitte des Jahres 1950, also nur ein halbes Jahr später, schon Sach- und Geldspenden im Wert von 60.000 Mark eingenommen wurden. Auch ein Volkswagen für den Rektor befand sich unter den Sachspenden.

An der neueröffneten TU Berlin sollten auch die Geisteswissenschaften etabliert und nicht mehr nur „reine Techniker“ ausgebildet werden. Auch die Gesellschaft von Freunden wollte einen Beitrag in diese Richtung liefern. Vor diesem Hintergrund ist die Herausgabe der Zeitschrift „Humanismus und Technik“ zu sehen, die 1953 ins Leben gerufen wurde. Bis Anfang der sechziger Jahre trug sie den Untertitel „Zeitschrift zur Erforschung und Pflege der Menschlichkeit“. Im Jahr 2000 wurde das Erscheinen der Zeitschrift eingestellt, der Geburtsstunde des neuen Publikationsorgans der Freundesgesellschaft, des Newsletters.

Die Gesellschaft von Freunden war immer präsent, regelmäßig wurden Mitgliederversammlungen abgehalten, Vorträge organisiert und Projekte gefördert. Zu Beginn der achtziger Jahre intensivierte man den Kontakt zur Berliner Industrie, und die Idee entstand, für die besten Abschlussarbeiten und Dissertationen in verschiedenen Fächern Preise zu vergeben, die von Berliner Firmen gestiftet werden. Den Anfang machte 1984 die Schering AG, die einen mit 10000 DM dotierten Preis für hervorragende Chemie-Dissertationen an der TU Berlin vergab. Mittlerweile werden regelmäßig an den wissenschaftlichen Nachwuchs weitere Preise verliehen, z.B. der Preis der Firma BDO Deutsche Warentreuhand AG. für herausragende Dissertationen im Bereich der Betriebswirtschaftslehre.

Bei besonderen Anlässen hat die Gesellschaft von Freunden immer wieder größere Geldspenden eingeworben, sei es für die 100-Jahr-Feier der TU Berlin im Jahr 1979, für die Veranstaltungen im Preußenjahr 1981 oder im Jahr 1996 zum 50-jährigen TU-Jubiläum.

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Kontakt

Vera Tosovic-Lüdtke
Geschäftsstelle der
Gesellschaft von Freunden
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Telefax (030) 314-7 94 73

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