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TU Berlin

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Geschichte der Freundesgesellschaft

Seit 90 Jahren gehört sie dazu

Nordfassade des 1884 eingeweihten Hauptgebäudes (Aufnahme um 1900)
Nordfassade des 1884 eingeweihten Hauptgebäudes (Aufnahme um 1900); die Nordfassade wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt.
Lupe

Dramatisch beschrieb Friedrich Romberg, der erste Geschäftsführer der Gesellschaft von Freunden der TH Charlottenburg 1925 in der Zeitschrift „Technische Hochschule“ den Hintergrund, der zur Gründung einer Hochschulgesellschaft an der TH Charlottenburg führte: „Als durch die Folgen von Krieg und Revolution die deutsche Wirtschaft rasend niederging, als eine grauenhafte Inflation Land und Volk mit vollkommener Auszehrung bedrohte, da konnte auch der Staat, der berufende Pfleger und Träger der Kultur, den dringendsten kulturellen Aufgaben nicht mehr entsprechen.“ Dem Staat ging es schlecht und demnach auch den Hochschulen, und so nahmen eine Reihe von ihnen in der Zeit nach dem 1. Weltkrieg Zuflucht zur Selbsthilfe und gründeten „Gesellschaften von Freunden und Förderern“. Mit ihrer Unterstützung sollten Mittel für Forschungen eingeworben werden. Aber nicht nur die Beschaffung von Geldmitteln und Sachlieferungen war der Zweck dieser Gesellschaften, sie sollten vielmehr eine enge Verbindung und Zusammenarbeit der Industrie und Wirtschaft mit den Hochschulen ermöglichen. Die Technische Hochschule Berlin gründete als eine der ersten Hochschulen Deutschlands eine Hochschulgesellschaft, die Gründungsversammlung fand am 9. November 1921 statt, die erste Mitgliederversammlung am 22. Juni 1922. Die Gründer waren überwiegend Berliner Industrielle aus den Bereichen der Elektrotechnik, des Maschinenbaus, der Chemie; Kreise, die von jeher großes Interesse an der Hochschule hatten: Teilweise hatten sie hier studiert, teilweise waren sie gewohnt, ihren akademischen Nachwuchs von hier zu beziehen.